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Die Werkstatt-Ecke

Die Seilführung der Winde optimieren

Heben und Senken des Schneeschildes

Was ist besser, ein elektrischer Spindelantrieb, oder die Nutzung der Seilwinde?

Der Spindelantrieb ist sicherlich eine gute Lösung. WARN bietet ja den "ProVantage Plow Lift" mit max. 200 kg Last und max. 159 mm Hub als Fertiglösung an. Der Preis erschreckt zunächst, aber viel preiswerter bekommt man den Lift und das erforderliche Zubehör auch nicht über Drittanbieter. Ich würde mich in Folge dessen für das Original entscheiden.
Wenn am ATV schon eine Seilwinde montiert ist, kann man abwägen, ob der Spindelantrieb zum Heben und Senken das Maß aller Dinge ist oder ob die Seilwinde durch ein paar Umbauten auch diesen Job machen kann. Gegen die Winde in der jetzigen Anwendungsweise spricht:
  1. daß sie hierfür viel zu schnell läuft, jedenfalls in der jetzigen Anwendungsweise
  2. die erzwungene Seilgeometrie derzeit völlig daneben ist, da das Seil um fast 70° über die kleine untere Rolle des Rollenfensters gewürgt wird.
Man beachte die Position von Drehpunkt "A" und die Positionierung der Umlenkrolle "B", an der auch ohne Umlenkung der Haken der Winde eingehängt würde. Der kurze Hubweg "C" bietet auch keinen Komfort in der Handhabung. Die größte Masse die gehoben werden muß, liegt weit außerhalb von Punkt B, was für einen sehr ungünstigen Hebel und großer Leistungsanforderung für die Winde spricht.
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An dieser Stelle sollte man zunächst ansetzen, den Punkt B weiter nach links zu verlagern und das Schild außen vor zu lassen. Das Einhängen des Seilhakens im Bereich zwischen den oberen Einhängepunkten der Zugfedern "D" hat sich zum einen als untauglich erwiesen, zum anderen darf diese Position auch gar nicht gewählt werden, da ansonsten die gefederte Einklappfunktion des Schildes, bei Überlastung oder bei Hindernissen, blockiert wäre.
Also machen wir uns mit einem ersten Versuch daran, den Punkt "B" nach links (außen) zu verlagern. Der einzig hierfür brauchbare Bereich liegt da, wo kreisförmig die 6 Schrauben angeordnet sind und im Speziellen die vier Schrauben links und rechts von Punkt "E" und "F". So kann die manuelle, gefederte Rastvorrichtung mit dem roten Knauf für die Seitenverstellung "G" erhalten bleiben und wird in ihrer Funktion nicht eingeschränkt.
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Für den ersten Versuch entferne ich die Schraube links von Punkt "F" und ersetze sie durch eine Ringmutter DIN 582. Hierzu wird die original Schraube von unten nach oben eingeschraubt und somit wieder verwendet. Ein erster Versuch mit der Winde zeigt eine deutliche Verbesserung gegenüber dem herkömmlichen Anschlagpunkt "B". Das Seil muß nun nicht mehr so abgewürgt werden wie zuvor.
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Auf dem Bild oben ist deutlich erkennbar, daß das Seil jetzt wesentlich gerader als zuvor durchs Rollenfenster läuft. Allerdings geht das bestimmt noch viel besser. :-)
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In dieser Abbildung sieht man die Position der Augenmutter im Versuch deutlich. Jedoch ist die Belastung, da nur eine Augenmutter rechtsseitig und in Folge außermittig montiert ist, nicht ideal und der Punkt an dem der Haken eingehängt ist, liegt noch viel zu tief. Jetzt mache ich mir Gedanken darüber, wie man das Problem mit geringem Aufwand lösen kann.
Teil 2 lest Ihr auf der folgenden Seite: Neue Halterung für die Umlenkrolle anfertigen
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