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Die Werkstatt-Ecke

Montage eines Hauptschalters für eine Seilwinde

Montage eines Hauptschalters für die elektrische Seilwinde

Unliebsamer Stromfresser Seilwinde

Die Tücke liegt oftmals im Detail. Einige Seilwinden machen schonmal Schwierigkeiten und saugen klammheimlich die Batterie leer. So der Fall bei zwei von meinen vier ATV's (alle Winden sind vom gleichen Typ). Mehrere Batterien pro Jahr und pro Fahrzeug waren tiefentladen. Unter Tiefentladung einer Fahrzeugbatterie versteht man die Stromentnahme bis zur vollständigen Entladung. Ist dieser Zustand einmal erreicht, muß die Batterie getauscht werden.
Die Ursache habe ich nie heraus gefunden. Das 12V Anschlußkabel (Steuerkabel) wurde natürlich so angeschlossen, daß der Strom nur bei eingeschalteter Zündung fließt. In einem Test habe ich das dicke stromführende Kabel von der Batterie zur Seilwindenelektronik (Kontaktor) einfach mal abgeklemmt und siehe da, die Batterie wurde nicht mehr entleert. Also habe ich kurzerhand einen Hauptschalter beschafft um die Hauptleitung zu unterbrechen.
Da der Hauptschalter von seinen Abmessungen nicht gerade dezent ist, stellt sich die Frage wo er eingebaut werden soll. Allein die Nabenbohrung hat einen Durchmesser von 24 mm. Da kein normal denkender Mensch ein solches Loch in die Kunststoffverkleidung bohren würde, mußte eine andere Lösung her. Da die 450er Grizzly über ein wasserdichtes Staufach verfügt, war dies die Lösung des Problems. Mit zwei Schrauben nur war das Fach in wenigen Sekunden ausgebaut.
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Der Schalter war schnell montiert und natürlich fachgerecht mit Silikon gegen eindringendes Wasser abgedichtet. Das rote stromführende Kabel von der Batterie zum Kontaktor wurde nun an der richtigen Stelle geteilt und an den offenen Enden jeweils ein Kabelschuh angelötet und mit einem Stück Schrumpfschlauch isoliert. Gehalten wird der Schalter mit zwei M5 Schrauben, welche mit einem Federring unter der Mutter gesichert sind.
Da die Kabelschuhe nur einen Bohrungsdurchmesser von 8mm hatten, wurden diese mit einem Stufenbohrer vorsichtig auf 10mm vergrößert. Jetzt passen sie schön auf die M10 Anschlußgewinde. Mit einem 14er Gabelschlüssel werden die Muttern gewissenhaft angezogen und abschließend die Kontaktstellen mit mit Batteriefett eingeschmiert.
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Im folgenden Foto sieht man das Staufach im eingebauten Zustand von oben. Den roten Schlüssel des Hauptschalter habe ich nachträglich noch mit einer Kordel gegen Verlust gesichert. In den seltenen Fällen, wo die Winde dann mal gebraucht wird, muß also jetzt nur noch der Hauptschalter kurz eingeschaltet werden. In der übrigen Zeit bleibt die Elektronik stromlos.
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Hier noch ein Foto von dem Schalter. Gibt es beim Autozubehör-Lieferanten für etwa 10 EUR.
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Die gleiche Prozedur bei der 660er Grizzly sieht dann so aus wie auf dem Foto. Da sich der Kontaktor, wie die Starterbatterie, unter der Sitzbank befindet, bietet sich dieser Platz förmlich für den Einbau an. Da der Platz zwischen Schlüssel und Sitzbankbezug doch sehr begrenzt ist, habe ich den Schlüssel wie auf dem Foto ersichtlich etwas modifiziert und einseitig einen Radius angebracht. Hierbei ist darauf zu achten, daß nachträglich auch alle scharfen Kanten ordentlich verrundet werden.
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..und so sieht die Sache von der Unterseite aus. Der Hauptschalter paßt genau hier rein – vorausgesetzt die Bohrung wird mittig gesetzt.
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