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Die Werkstatt-Ecke

Die Höhe der Seilführung wird über eine höher gelegte Umlenkrolle realisiert

Eine neue Halterung für die Umlenkrolle wird jetzt angefertigt

Einfache Mittel aus dem Baumarkt helfen ausnahmsweise weiter.

Wie bereits erwähnt, möchte ich eine günstige Lösung finden, die Lage der Seilumlenkrolle nach oben zu verlegen. Im ersten Schritt haben wir ja festgestellt, daß der Anschlagpunkt zum Einhängen des Seilhakens idealerweise weiter vorne in Richtig Schneeschild liegen sollte. Den möglichen Punkt hatten wir ja auf der vorgeschalteten Seite Die Seilführung der Winde optimieren ermittelt. Jetzt bauen wir die Halterung aus zwei einfachen Ladenbändern für je unter 4 EUR. Hier eine Abbildung:
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Die Ladenbänder haben die Bezeichnung 400 x 13. Die Ziffer 400 beschreibt die Länge von 400 mm und die Ziffer 13 das Innenmaß des Auges auch in mm. Auf das letzte Maß kommen wir später noch zu sprechen. Nach kleinen Arbeiten an der Bohrmaschine entsprechen die rechten beiden Bohrungen nun dem Lochbild der Befestigungspunkte an der Schneeschildaufnahme. Die äußere Bohrung war schon vorhanden und mußte nur aufgebohrt werden, die innere Bohrung habe ich mit 67 mm Abstand "Lochmitte zu Lochmitte" mit einem Durchmesser von 10,5 mm eingebracht.

Nächster Arbeitsschritt ist das Abkanten.

Mein Leben lang habe ich meine Werkstatt erweitert und so stehen mir diverse Maschinen und Hilfsmitel zur Verfügung, die solche Arbeiten natürlich erleichtern. Mit meiner hydraulischen Presse, einem selbstgebauten Biegeprisma und einem Winkelbieger ist aus dem Ladenband schnell der Rohling für die Rollenböcke gebaut.
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Hier sieht man schön, wie der Pressenstempel die Ladenbänder verformt. Sie werden bis zum Anschlag in das Prisma gedrückt, was in etwa einem Winkel von 90° entspricht.
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Da der Winkel aber noch spitzer wird als die 90°, drücke ich in einem Schraubstoch noch entsprechend von Hand nach.
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Jetzt geht es noch kurz an den Winkelbieger, um die endgültige Kontur herzustellen.
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Zur Verstärkung wird noch ein 278 mm langes und 30 mm breites Flacheisen eingeschweißt. Vorher wird an den Schweißstellen natürlich die galvanische Zinkschicht abgeschliffen, da man sonst nicht ordentlich schweißen kann. Man kann die angeschliffenen Bereiche deutlich an den Enden des Flacheisens erkennen.
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Hier in der Seitenansicht zu sehen:
Seitenansicht der Halterungen, eine bereits mit eingeschweißter Verstärkung
Jetzt komme ich noch einmal auf das Eingangs erwähnte Auge zu sprechen. Die 13 mm sind alles andere als verbindlich. Es wird lediglich vom Hersteller sicher gestellt, daß die Bohrung eine Mindestgröße von 13 mm aufweist. Rund ist die Bohrung jedenfalls auch nicht. Damit wir jedoch eine einheitlich, soweit dies möglich ist, runde Form erzeugen können, wird das Loch (denn etwas anderes ist es nicht), mit einer 14 mm Reibahle erweitert. Dies wird noch wichtig werden, denn als Verbindung der beiden Stützen wird ja noch eine ordentliche abgesetzte Welle, zur Aufnahme der Umlenkrolle, gedreht.
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Soweit so gut. Damit dann auch der Lack hält, strahle ich die Teile in der Sandstrahlkabine noch kurz, bevor der Zink Primer aufgetragen wird, gefolgt von der Decklackierung. In diesem Fall ein schwarzer Effektlack.
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Na, da waren die Hände wohl wieder schneller als der Kopf, denn die Schweißpunkte an der Außenkontur der Augen müssen noch beseitigt werden und das möglichst vor dem Lackieren.
Zu spät! Bei dieser Gelegenheit ist mir dann gleich aufgefallen, daß die Ladenbänder aus dem TOOM Baumarkt Unterschiede in der Breite von bis zu 2 mm aufweisen. Beim Kauf in einem Fachgeschäft wäre das wohl nicht passiert.
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Jedenfalls hatte ich jetzt keine andere Wahl mehr, als die Teile beidseitig nachzufräsen und somit auf ein einheitliches Maß zu bringen. Dies ist für die spätere Anfertigung der neuen Welle von Bedeutung, damit ich zwei identische Wellen drehen kann.
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Vielleicht steht auch gerade die Frage im Raum, warum zwei neue Wellen erforderlich sind. Die Antwort ist einfach, denn ich baue direkt für ein zweites ATV die gleiche Umlenkhalterung.

Das nachfolgende Kurzvideo zeigt die Funktionsweise in der Konstruktionsphase.

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