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ATV-Anhänger

Spurplatten anfertigen und Offroadbereifung montieren

Spurplatten anfertigen und Offroadbereifung montieren

Gruselig die kleinen Räder — so geht es nicht

Das Gesamtbild bereitet auch beim flüchtigen Hinschauen noch immer Bauchschmerzen, denn die Räder im Format 4.00 aus der Schubkarrenliga wirken doch hinter den fetten 26 Zoll Stollenreifen eher wie Flaschenverschraubungen einer O-Saft Flasche. Die mit Prüfzeichen versehenen für DDR Anhänger zugelassenen Zartblechfelgen verbiegen nicht erst beim Anschrauben.
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Zwei Maßnahmen gilt es einzuleiten, das Heck muß hoch, die Kugelkupplung muß runter.

Also eigene Entscheidungen treffen und her mit ATV Felgen und der angemessen großen Stollenbereifung.

Nicht daß man die Stollen auf nicht angetrieben Achsen bräuchte, es ist eher eine Frage des guten Geschmacks und der perfekten Optik. Natürlich ist der große Raddurchmesser auch ein zusätzlicher Garant für Sicherheit und Fahrkomfort. Auch sind größere Raddurchmesser hilfreich, das Heck des Anhängers nach oben zu bekommen.
Stundenlange Recherchen haben ergeben, daß es nichts Nettes und nichts Passendes aus der Felgenlige mit dem Lochkreis 4 x 100 mm für eine größere Bereifung gibt. Mir viel die 350 Warrior ein, der ich vor Jahren neue Felgen und Offroad-Reifen spendiert habe, um damit auf der Motocross Strecke Spaß zu haben. Die Warrior stand noch irgendwo hinter vielen Kisten und Paletten und so baute ich die einst nachgerüsteten Vorderräder ab um am Anhänger Maß zu nehmen. Das sah auf den ersten Blick schon gewaltig gut aus.

Adapterplatten auf einer konventionellen Drehmaschine anfertigen

Die Räder waren im Durchmesser größer, sie waren wesentlich breiter, die Felgen hatten eine andere Einpresstiefe und der Lochkreis betrug 4 x 156 mm. Somit ging kein Weg an Adapterplatten und einer Spurverbreiterung vorbei. Für diese Sondergeschichte bietet natürlich niemand eine fertige Lösung an, also selbst ist der Mann. Grundmaterial waren 2 Aluscheiben, Ø 210 x 75 mm. Das sind schon gewaltige Klötze und auch schwiegig zu bekommen. Mit etwas Glück konnte ich aber wieder bei ebay fündig werden. Meine Drehmaschine, mit einem 160 mm Drehfutter ausgestattet, konnte die Scheiben nicht mehr spannen und so wurde die Nachrüstung eines 200 mm Drehfutters nötig.
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Bohr- und Fräsarbeiten werden auf einem CNC Bearbeitungszentrum fertig gestellt.

Etliche Stunden vergingen, bis die CNC Maschine programmiert war und die richtigen Werkzeuge gefunden waren. Zirkularfräsen in 70 mm Tiefe und Durchmesser 25 mm sind da schonmal nicht ganz so einfach, wenn das richtige Werkzeug fehlt.
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Das fertig montierte Rad mit Adapterplatte » 70 mm Spurverbreiterung auf jeder Seite « sieht dann so aus

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Anbringung von Beleuchtung, Kennzeichen und Katzenaugen im geschützten Bereich

Abschließend noch kurz ein Foto von der ideal untergebrachten Kennzeichenleiste. Ihr erinnert Euch, daß der Hilfsrahmen um 16 cm nach hinten versetzt wurde? Dadurch entsteht jetzt der geschützte Raum für Beleuchtung, license plate und Dreiecks-Rückstrahler. Die seitlich vorgeschriebenen gelben Katzenaugen sind mir ehrlich gesagt noch ein Dorn im Auge, denn diese sind der Tarnung nicht sehr dienlich. Im Übrigen habe ich Magnet-Rückleuchten verwendet. Vielleicht besorge ich mir für die Hauptuntersuchung selbstklebende Magnetstreifen für die gelben Reflektoren.
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Nach diesen umfangreichen Maßnahmen des Räderumbaus mit dazu benötigter Spurverbreiterung ist der Hänger zwar am Heck nach oben gewandert, aber jetzt kommt die Sache mit der Anhängerkupplung. Das nächste Thema beschreibt; Das Problem der Hängerkupplung und die nahende Lösung
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